Warum braucht es ein Gas-Kombikraftwerk in der Schweiz?
Mit welchen zusätzlichen, ständigen Immissionen (Lärm, Rauch, Geruch) müssen die Anwohner rechnen?
Stellt das ausgeschiedene CO2 ein Gesundheitsrisiko für die Anwohner dar?
Was heisst eigentlich Gas-Kombikraftwerk?
Wie viele zusätzliche Arbeitsplätze wird es geben?
Warum braucht es ein Gas-Kombikraftwerk in der Schweiz?
Die Schweiz steuert auf eine grosse Stromlücke zu. Das heisst, dass mehr Energie verbraucht wird, als die Schweiz selbst produziert. Das vorrangige Ziel der BKW ist es, ihre Kunden sicher, wirtschaftlich und zuverlässig mit Strom zu versorgen. Damit sie das auch in Zukunft kann, muss Energie in der Schweiz produziert werden. Weil jede Technologie spezielle Vor-, aber auch Nachteile hat, setzt die BKW auf eine breite Palette von Energieträgern von der Kernenergie und Wasser über Gas bis zu neuen erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Biomasse.
Warum setzt die BKW auf fossile Kraftwerke statt auf die zukunftsträchtigen erneuerbaren Energien und die Förderung der Energieeffizienz?
Die BKW ist in der Schweiz Marktleaderin in der Produktion von Wind- und Sonnenenergie. Diese Technologien sind noch nicht so weit entwickelt, dass sie bereits in den kommenden 20 Jahren die Stromlücke decken könnten. Für die BKW ist klar, dass sie sich auch in Zukunft stark für erneuerbare Energien und effizienten Energieeinsatz einsetzen wird.
Warum gerade in Utzenstorf?
Der Standort ist aus mehreren Gründen ideal. 1. Die Papierfabrik benötigt für die Papierherstellung ausreichend Strom und Wärme. Die heutigen Anlagen zur Wärmeerzeugung der Papierfabrik sind grösstenteils veraltet und müssen so oder so ersetzt werden. 2. Die Papierfabrik benötigt das Industrieareal heute nicht mehr vollständig. Ein Teil des Areals liegt brach, weshalb es genügend Platz für ein Gaskombikraftwerk hat. 3. Das Areal liegt in der Nähe einer bereits vorhandenen Gasleitung. 4. Der in der Fabrik nicht benötigte Strom kann über die bestehende Unterstation ins BKW-Netz eingespeist werden; es müssen keine zusätzlichen Leitungen gebaut werden.
Mit welchen zusätzlichen, ständigen Immissionen (Lärm, Rauch, Geruch) müssen die Anwohner rechnen?
Bei der Verbrennung von Gas entstehen weder Geruch, noch Schwefel, noch Russ, noch Schwermetalle.Ausser in der Bauphase ist nicht mit mehr Werkverkehr zu rechnen als bisher. Die Bauphase dauert etwa zwei Jahre. Der Lärm entspricht dem einer üblichen Grossbaustelle. Die BKW wird aber die Bauunternehmen dazu anhalten, dass die Immissionen reduziert und die Ruhezeiten an Wochenenden und in der Nacht eingehalten werden. Dasselbe gilt auch für die Zufahrten.
Wird es eine sichtbare Dampfsäule geben? Wenn ja: hat diese einen Einfluss auf das Klima und die Umwelt?
Es wird keine permanente Dampfsäule zu sehen sein, da sogenannte "schwadenarme" Kühlzellen verwendet werden. Je nach Witterung kann aber von Zeit zu Zeit Dampf sichtbar sein. Der Einfluss von Dampf auf die Atmosphäre ist vernachlässigbar klein. Das Klima ist ein überregionales Phänomen, das von Wasserdampf, z.B. aus einem Kamin, nicht beeinflusst wird.
Stellt das ausgeschiedene CO2 ein Gesundheitsrisiko für die Anwohner dar?
Der CO2-Ausstoss aus einem Gaskombikraftwerk oder einem Auto, hat keine gesundheitlichen Auswirkungen auf die Anwohnerinnen und Anwohner. Hingegen verursachen die weltweiten CO2-Emissionen den Treibhauseffekt. Dieser bewirkt, dass die Sonneneinstrahlung auf die Erde nur zum Teil wieder durch die Erdatmosphäre entweichen kann. Damit erwärmt sich das Weltklima.
Was heisst eigentlich Gas-Kombikraftwerk?
Der ausformulierte Begriff für Gas-Kombikraftwerk ist "kombiniertes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk". Im deutschsprachigen Raum wird auch oft das Kürzel GuD verwendet, was für "Gas- und Dampfkraftwerk" steht. Beim geplanten GuD in Utzenstorf soll zusätzlich die Abwärme genutzt werden, wodurch sich die Brennstoffausnutzung auf bis zu 70 Prozent erhöht.
Wie viele zusätzliche Arbeitsplätze wird es geben?
In der Bauphase kann man mit schätzungsweise 80, für den Betrieb etwa mit 40 neuen Arbeitsplätzen rechnen.