Der Standort des geplanten Gaskombikraftwerks befindet sich auf dem Industriegelände der Papierfabrik Utzenstorf. Das Gelände ist bereits mit Gas und Strom erschlossen.

 

Mit der Realisierung des Kraftwerks bekennt sich die Papierfabrik zum Wirtschaftsstandort Utzenstorf und zeigt, dass diese auch weiterhin in Utzenstorf produzieren möchte.  Papierherstellung ist sehr energieintensiv. Das Gaskombikraftwerk kann die Papierfabrik langfristig und zuverlässig mit hochwertigem Strom und Wärme versorgen.

 

Bestehendes Industriegebiet wird genutzt

Die Papierfabrik Utzenstorf liegt auf Industriegebiet. Das Gaskombikraftwerk wird auf dem Gelände der Papierfabrik gebaut. Es wird kein zusätzliches Kulturland benötigt.

 

Mit der Energielieferung an einen energieintensiven Betrieb bietet sich in Utzenstorf eine schweizweit einzigartige Möglichkeit der Wärmekraftkoppelung mit einem Gaskombikraftwerk. Das Kraftwerk liefert der Papierfabrik Utzenstorf sowohl Prozessdampf als auch elektrische Energie. Die Papierfabrik erhält den Dampf vom Kraftwerk. Das Gaskombikraftwerk nutzt so den Brennstoff effizienter aus.

 

Die bestehende Kühlwasserkonzession kann genutzt werden. Sie wird jedoch im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung überprüft.

An Hochspannungsnetz und Gasversorgung angebunden

Die BKW-Unterstation Utzenstorf liegt ca. 500 m neben dem Standort des Gaskombikraftwerks. Das bestehende Hochspannungsnetz kann die Kraftwerksleistung abführen. Es werden keine neuen Hochspannungsleitungen benötigt. Die Anbindung erfolgt über erdverlegte Kabel.

Die Papierfabrik erhält Dampf und Strom

Der benötigte Strom wird direkt ab dem Transformator des Gaskombikraftwerkes in die bestehende Hauptstromverteilung der Papierfabrik geliefert. Steht das Gaskombikraftwerk still, erfolgt die Stromlieferung über die bestehende 16 kV-Leitung ab der BKW-Unterstation Utzenstorf.

Den Dampf erhält die Papierfabrik direkt ab der Dampfturbine im Gaskombikraftwerk. Die Versorgung erfolgt auf den Dampfkollektor der Papierfabrik im bestehenden Kesselhaus. Dazu wird eine neue Dampfleitung erstellt. Der bestehende Schwerölkessel der Papierfabrik kann dadurch stilllegt werden.

Das Potential für eine regionale Fernwärmeversorgung wird geprüft

In den Gemeinden Wiler, Bätterkinden und Utzenstorf wird das Fernwärmepotential ermittelt. Die EUAG hat deshalb die Firma B+S AG mit der Erstellung einer entsprechenden Studie beauftragt. B+S AG wird eng mit den Gemeinden zusammenarbeiten.